09.07.12

„Glauben = nicht wissen?“

Rückblick auf einen spannenden Jugendgottesdienst

Laurentiuskirche in stimmungsvolles Licht getaucht. Die inzwischen 9-köpfige CVJM-Band White Fire legte gleich so richtig los mit dem Praise&Worship-Hit „Du begeisterst mich“. Kein Wunder, dass viele der Besucher begeistert aufstanden und zu klatschen begannen.

Zugegeben, es war kein einfaches Thema, welches sich das JuGo-Vorbereitungsteam unter der Leitung unserer Jugendreferentin Kirsten Brüntrup diesmal gestellt hatte. Und so war es gut, dass mit Johannes Kuhn vom API – Verband einer der bekanntesten Jugendprediger unserer Landeskirche gewonnen werden konnte.

Der musste freilich zunächst ein Interview unseres Moderatorenteams Andrea & Sascha „überstehen“, wo er erst mal gründlich „durchgecheckt“ wurde.

Zunächst wurde das Thema durch ein knackiges Anspiel vorbereitet, bei dem das Anspielteam Weiß – Speer – Krafft alle Register technischer Errungenschaften des 21. Jahrhunderts zogen.

In seiner Ansprache machte Johannes Kuhn noch einmal deutlich, dass jeder Versuch, Gott zu beweisen, zum Scheitern verurteilt ist. Sein Ansatz gliederte sich in drei Schritte:

1. Lesen und herausfinden, wer Gott ist. Hier setzte er bei der Geschichte von „Mose am Dornbusch“ und der Befreiung aus Ägypten an: Unser Gott ist ein Gott, der es gut mit uns meint, der sich bedingungslos für uns einsetzt, der persönlich erfahrbar ist, der sich jedoch jedem Versuch entzieht, sich „definieren“ zu lassen, denn definieren bedeutet begrenzen.

2. Wir müssen die Sache mit Gott schon persönlich nehmen: darauf vertrauen, dass Gott für mich ist. Die Frage „Gibt es einen Gott“ stellen wir nur deshalb, weil wir von Natur aus entfremdet sind. Wie gut, dass Gott durch Jesus Christus den ersten Schritt getan hat und Mensch geworden ist.

3. „Seid wie der Mond, reflektiert das Licht“. Die Liebe Gottes in unserem Leben reflektieren heißt, sich zuerst einmal von seiner Gnade „bescheinen“ zu lassen.

Die Gottesdienstkollekte ging diesmal an ein bemerkenswertes Projekt im Stuttgarter Süden, die Api-WG, in der 18 junge Leute wohnen, die bewusst ihren Glauben leben und sich in sozial-diakonischen Projekten in ihrer Umgebung für Kinder in Notlagen einsetzen.

Ein Jugendgottesdienst soll ansprechend sein, Musik und Licht, Moderation und Technik, szenische Darstellungen sind wichtig. Das entscheidende „Markenzeichen“ ist jedoch eine jugendgerechte, spannende und packende Verkündigung. In diesem Sinne danken wir Johannes Kuhn für seine Predigt bei unserem Juli-JuGo.

Der nächste JuGo wird übrigens an der Churchnight gefeiert, also am 31. Oktober, dem Geburtstag der Evangelischen Kirche. Ich freue mich schon darauf.

Pfr. Adrian Rölle